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Konstruktion

 

 

Bei der Konstruktion einer gespließten Fliegenrute spielt neben Erfahrung im Blankdesign und wurftechnischem Können des Rutenbauers, auch Gewicht eine wesentliche Rolle. Dabei ist in erster Linie das Gewicht der einzelnen Bauteile, und nicht das Gesamtgewicht der fertigen Rute zu beleuchten.

 

Dazu muss man wissen, dass die Rutenklinge im Durchschnitt 85% der durch die Wurfhand eingegebenen Energie dafür benötigt, ihre eigene Masse zu bewegen, respektive zu stabilisieren. Bei weichen Ruten bis über 90%, bei steifen und besonders bei hohl gebauten  "nur" 80 - 85%. Die Restenergie steht dann für den Transport der Leine und des Köders zur Verfügung.

Aus dynamischer Sicht spielen dabei Gewichte der Rute und der daran befindlichen Bauteile im vorderen Drittel der Rute eine wesentliche, im mittleren Drittel eine wichtige, und im letzten (unteren) Drittel eine eher untergeordnete Rolle. Letztere wirken sich mehr auf das Gesamtgewicht und die Balance der Rute aus. 

 

Das bedeutet, je leichter der Spitzenring, die Schlangenringe und die Hülsen sind (die ja beim Wurf hin und her bewegt werden), um so mehr Energie verbleibt für den eigentlichen Zweck des Wurfes, nämlich die Schnur und letztendlich die Fliege zu transportieren. Anders herum ausgedrückt: Mit weniger "Input" durch die Wurfhand das gleiche Ergebnis (Wurfweite) zu erreichen.

Oder noch anders: mit gleichem "Input" weiter zu werfen oder mehr Schnur in der Luft zu halten oder eine höhere Schnurklasse.

Durch die Entlastung durch Verwendung von leichten Bauteilen und das teilweise Hohlbauen der Rute  wird die Gespließte freier und temperamentvoller, und kann so ihre traumhaften Eigenschaften noch besser entfalten. Dabei spielt auch die Flexibilität der Schlangenringe eine Rolle. Das Gewicht von Ringwicklungen (Fadenstärke) samt Lack  ist dabei ebenfalls von Bedeutung.

Das ist auch der Hauptgrund warum wir unsere Bauteile selbst herstellen. Mit zugekauften Teilen wären wir, vom individuellen Design einmal ganz abgesehen, zu rasch eingeschränkt.

 

Beispiel: Der  abgebildete Standardspitzenring wiegt 0,462g, unser Modell "Short" wiegt 0,232g. Das ist genau die Hälfte. Der Standardschlangenring wiegt 0,197g, unser Modell "Light" hingegen 0,075g. Das sind nur 38%, oder etwa ein Drittel. Dazu kommen die Vorteile unserer speziellen Steckverbindungen (durchschnittliche Gewichtsersparnis, abhängig vom Vergleichsmodell, 30% - siehe » technische Daten).

Durch optimale Konstruktion und Verarbeitung, sowie sorgfältiger Wicklung und Lackierung sind wir daher in der Lage, enorme Gewichtsersparnis in den für das Wurfverhalten wichtigen Bereichen unserer Ruten zu erarbeiten. Dadurch, und den hervorragenden Eigenschaften unserer Rutenblanks ist es uns möglich, immer mit der bestmöglichen  Rute ans Wasser zu gehen